Sankt Blasius Kirche 

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Glocken

Unsere Sankt Blasius Kirche ist  bald 500 Jahre alt. Sie ist das älteste Bauwerk in Friedrichroda. Unzählige Menschen haben hier Gottes Wort gehört, gebetet, gesungen, Trost gegeben und empfangen. Viel Segen ging und geht von diesem Haus in die Welt, gerade auch durch die Friedensgebete in den schweren Wochen des Oktober und November 1989.

 

                                                 

   

Unsere Kirche wurde erbaut zwischen 1511 und 1538. Eine Steintafel an der Südseite des Turmes erinnert en den Baubeginn:

 

„1511 am 10. Tage des Monats Mai ist

das Fundament dieses Turmes gelegt

worden zur Ehre Gottes und des

heiligen Blasius.“

 

 

 

 

 

 

Eine Steintafel an der Ostseite (Giebelwand) trägt die Jahreszahl 1538. Da die Reformation vor 1530 eingeführt worden ist, nehmen wir an, dass die Kirche ca. 1527 geweiht worden ist.

Das Renaissancefenster an der Südseite der Kirche mit der Jahreszahl 1588 weist auf weitere Bautätigkeit hin.

1719 werden zwei Emporen eingebaut.                                           

1797 entsteht die Orgel.

 

Der Taufstein stammt aus der Zeit des beginnenden 17. Jahrhunderts und ist aus Sandstein gefertigt.

Gründliche Erneuerungsarbeiten wurden in unserem Jahrhundert durchgeführt:

1930 - wird der Haupteingang durch den Turm geschaffen

 

                                                                                            .

 

1961 - erhält die Kirche eine neue Orgel (Jehmlich, Dresden) im alten barocken Gehäuse.

 

1962 - wird das Tonnengewölbe erneuert                   

 

 und zu einer Kassettendecke umgestaltet                    .

 

1967 - Weihe der letzten der vier nach dem Kriege neu erworbenen Glocken.

1976 - erfolgt eine gründliche Innenerneuerung. Dabei wird die zweite Empore entfernt.

1988 - werden umfangreiche Turmsanierungsmaßnahmen mit der Erneuerung der Turmkugel und der Wetterfahne abgeschlossen.

1999 - Innensanierung des Kirchenschiffes mit Freilage eines Freskos. Der Turmknopf wurde aufgrund von Instabilität demontiert. 

Ebenfalls fand eine umfassende Restaurierung des Taufsteines statt.

 

2000 - Im Juni wurde der neuvergoldete Turmschmuck (Kugel & Wetterfahne) wieder aufgesetzt

                                                                                        .

Unsere Kirche besitzt keine besonderen Kunstschätze. Sie wirkt durch ihre Helligkeit und Ruhe, die sie erleben, wenn sie einige Minuten in ihr Platz nehmen.

Ausgangspunkt dieser Ruhe ist der Altar aus vorreformatorischer Zeit. Über ihm fällt die reich mit Gold verzierte Kanzel auf, von der feine Goldstreifen ausgehen und das Kirchenschiff umfassen – Zeichen dafür, dass die gottesdienstliche Gemeinde umgeben ist vom Lichtglanz des dreieinigen Gottes.

An der Wand hinter dem Altar befinden sich zwei Grabsteine, die an die beiden ersten evangelischen Pfarrer erinnern:

Pfarrer Volkmar Cordis   1530 – 1564

Pfarrer Johannes Coln    1564 – 1568

Weitere Grabsteine sind zum Andenken an den einst die Kirche umgebenden Friedhof außen angebracht.

 

An der Wand rechts im Altarraum fällt ein Tafelgemälde auf. Es stammt von dem Cranachschüler und Gothaer Hofmaler Michael Käseweis. Als Epitaph für den Konsul und Bürgermeister in Friedrichroda Johann Hoffmann geschaffen, der mit seiner Familie im unteren Teil des Bildes dargestellt ist (die Verstorbenen tragen Kreuze über ihren Köpfen), weist der Künstler angesichts der Macht des Todes auf die Auferstehung Jesu Christi hin (gemalt um 1618 nach dem Bericht Evangelium des Matthäus Kap. 28).

 

In der Sakristei befindet sich ein Kreuzigungsbild, gemalt 1929 von Frau Hertha Rudolph – Hoffmann, Berlin. In namenlosen Weh stehen drei Frauen unter dem Kreuz Christi. Tod und Trauer beherrschen die Darstellung. Aber am Horizont geht die Sonne auf und erfasst mit ihren Strahlen die gesamte Szene. Auch wenn die Frauen davon noch nichts merken: Christus wird auferstehen! Eine geheimnisvolle Hoffnung liegt über dem Bild, eine Hoffnung, die bis zum heutigen Tag Trost und Kraft zu verschenken vermag.

Von dieser Hoffnung leben auch die Gestalten am Fuße des Altars, die zum Gedenken an die Schrecken des ersten Weltkrieges aus Lindenholz geschaffen wurden von Herrn Prof. Wilhelm Achtenhagen, Friedrichroda 1934

                                                                                                                        

 

 

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Stand: 08. Mai 2011.